Alle baulichen Maßnahmen, die den Energieverbrauch reduzieren und den Wohnkomfort erhöhen, fallen unter den Wärmeschutz. Dazu gehören unter anderem die Verringerung des Heizwärmebedarfs, das Halten der Wärme im Gebäude sowie der Schutz vor sommerlicher Überhitzung. Man unterscheidet dabei zwischen sommerlichem und winterlichem Wärmeschutz. Beide Bereiche sind in der DIN 4108 „Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden“ geregelt.
In der Heizperiode soll ein Gebäude so wenig Wärme wie möglich verlieren. Je geringer der Wärmedurchgang, desto besser der Wärmeschutz. Daher sollten Außenbauteile möglichst wenig Wärme nach außen abgeben. Dies wird durch eine geeignete Dämmung sowie die Vermeidung von Wärmebrücken erreicht. Zusätzlich ist eine niedrige Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) der verwendeten Materialien entscheidend.
Ziel des sommerlichen Wärmeschutzes ist es, möglichst wenig Wärme in das Gebäude eindringen zu lassen, damit die Innenräume auch bei hohen Außentemperaturen angenehm kühl bleiben. Dabei spielt die Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile eine wichtige Rolle: Sie nehmen überschüssige Wärme aus der Raumluft auf und geben sie idealerweise durch nächtliche Lüftung wieder ab. Damit dies effektiv funktioniert, sollten speicherfähige Materialien im Innenbereich eingesetzt werden, da hier die Oberflächentemperatur entscheidend ist. Gute Speichereigenschaften haben zum Beispiel massive Bauteile sowie bestimmte Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Ebenso wichtig ist der sommerliche Sonnenschutz, etwa durch die Verschattung von Fenstern und anderen Öffnungen.
Ausgangssituation: Baujahr 1976, Gasheizung, ungenutztes Dach – ein klassischer Altbau mit Potenzial. Gemeinsam mit Familie Kalt haben wir die richtigen Maßnahmen identifiziert, Förderungen gesichert und eine nachhaltige Lösung entwickelt.